Intermediavergleich

Nahezu jede Person in Deutschland konsumiert täglich mindestens ein Medienangebot: Video- und Audioangebote erreichen jeweils mehr als 80 Prozent und Medien in Textform knapp 50 Prozent der Bevölkerung. Im Rahmen der medienkonzentrationsrechtlichen Regulierung werden die Nutzungsdaten von Medienangeboten unterschiedlicher Gattungen miteinander kombiniert.

Nach Erkenntnissen der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 2020 liegt die Tagesreichweite der Mediennutzung in der Gesamtbevölkerung bei 99 Prozent. Unterschiede zwischen den Altersgruppen fallen in der Differenzierung und Rangfolge – Video vor Audio vor Text – kaum ins Gewicht. Allerdings unterscheidet sich die Mediennutzung in den Altersgruppen nach den Inhalten, Plattformen und Verbreitungswegen sowie in der Nutzungsintensität.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Dauer der täglichen Mediennutzung leicht gestiegen (2020: 424 Minuten; 2019: 420 Minuten). In der Gesamtbevölkerung nimmt die Videonutzung mit 213 Minuten den größten Teil ein. Auf die Audionutzung entfallen 179 Minuten und auf das Lesen 53 Minuten. Zwei Stunden der täglichen Mediennutzung finden im Internet statt; das sind 21 Minuten mehr als im Vorjahr. Damit wird das Internet zunehmend zum Träger medialer Inhalte. Die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen konsumiert Medieninhalte überdurchschnittlich über das Internet (257 Minuten).


Nutzungsdauern nach Mediengattungen 2020 (in Minuten)

Nutzungsdauern nach Mediengattungen 2020 (in Minuten)

Nutzung gestern, Mo-So, 5:00-24:00 Uhr, in Min. (netto). Basis: Deutschspr. Bevölkerung ab 14 Jahren (n=3.003). * „Mediales Internet“ fasst die jeweils über das Internet genutzten Kategorien aus Video, Audio und Text zusammen; diese sind jeweils auch in „Video gesamt“, „Audio gesamt“ und „Text gesamt“ enthalten. Darin enthalten ist auch die Nutzung von Live-TV und Live-Radio, wenn die Nutzung über die Geräte Computer, Laptop, Smartphone, Tablet, Spielekonsole, Smartspeaker, WLAN-Radio erfolgte. Quelle: ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudien, in Media Perspektiven 7-8/2020, S. 392.