Intermediavergleich

Aktuelle Studien belegen, dass sich die Menschen im Durchschnitt etwa 9,5 Stunden täglich mit Medien beschäftigen (Bevölkerung ab 14 Jahren). Ein Vergleich der Nutzungsdauern der verschiedenen Medien zeigt, dass nach wie vor das Fernsehen am intensivsten genutzt wird: Im Jahr 2016 waren es 239 Minuten am Tag (2015: 237 Min./Tag). 

Auch die tägliche Radionutzung liegt mit 178 Minuten nahezu auf dem Niveau der Vorjahre. Einen stetigen Nutzungszuwachs hat das Internet zu verzeichnen: 128 Minuten, also mehr als 2 Stunden täglich, nutzten die Menschen 2016 das Internet; im Vorjahr waren es noch 108 Minuten. Die Nutzung von Tageszeitungen (23 Min./Tag) sowie Zeitschriften (6 Min./Tag) befindet sich seit Jahren auf gleichbleibendem Niveau.

Auf Basis der Nutzungsdauern lässt sich eine prozentuale Verteilung der Medien am Medienzeitbudget der Menschen berechnen. In der Gesamtbevölkerung entfällt auf das Fernsehen ein Anteil von 37 %, auf den Hörfunk 31 %, auf das Internet 19 %, auf die Tageszeitung 4 % und auf die Zeitschrift 1 % (2015).

Mediennutzung junger Zielgruppen

Abweichungen zur Mediennutzung der Gesamtbevölkerung ergeben sich insbesondere bei der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen: In dieser Zielgruppe lag 2016 die tägliche Nutzungszeit des Internets mit 245 Minuten (2015: 213 Min.) weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt und die Fernsehnutzung mit 119 Minuten weit unter dem Durchschnitt. Diese Altersgruppe konsumiert verstärkt auch klassische Medieninhalte im Netz. Nach der ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 lesen 31 % täglich Artikel im Internet, 58 % sehen sich Onlinevideos an und 36 % nutzen Audioangebote im Netz.

Nach der ARD/ZDF-Langzeitstudie entfielen in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen im Jahr 2015 täglich 48 Minuten auf die Onlinenutzung klassischer Medien (mediales Internet). Von diesen 48 Minuten entfielen 6 Minuten auf das Fernsehen, 8 Minuten auf Onlinevideos (außer TV), 5 Minuten auf Radio, 8 Minuten auf Audiodateien (außer Radio), 6 Minuten auf Tageszeitungen und 16 Minuten auf Nachrichten (außer Tageszeitungen). 

Medienkonvergenz

Die Medienanbieter reagieren auf das neue Nutzungsverhalten, indem sie nicht nur ihre klassischen Medienmarken im Internet zur Verfügung stellen, sondern zudem neue Onlineplattformen - speziell auch für junge Zielgruppen - schaffen. Sie nutzen somit das Internet als Transportmedium für ihre Medienangebote. Auf der anderen Seite können die Medieninhalte auf vielen verschiedenen Geräten abgerufen werden, so dass - insbesondere durch mobile Geräte wie Smartphones und Tablets - die Nutzungsintensität stetig zunimmt.

Stand: Juni 2016