Fernsehnutzung

Die Nutzung des klassischen, linearen Fernsehens ist unverändert hoch: Die durchschnittliche tägliche Sehdauer betrug im Jahr 2016 in der Gesamtbevölkerung 223 Minuten, bei den ab 14-Jährigen waren es 239 Minuten. Im Vergleich dazu entfielen auf die tägliche Nutzung von Onlinevideos im Durchschnitt lediglich 11 Minuten. Tendenziell ist jedoch eine zunehmende Bewegtbildnutzung im Internet, insbesondere durch jüngere Altersgruppen, zu verzeichnen.

 

 

Zuschaueranteile

Im Jahr 2016 erreichten nur die beiden öffentlich-rechtlichen Programme Das Erste und ZDF einen durchschnittlichen Zuschaueranteil von mehr als 10 %. Mit 13,0 % war das ZDF erneut Marktführer vor dem Ersten mit 12,1 %. Auf den Rängen drei bis sechs lagen die privaten Programme RTL Television mit 9,7 %, SAT.1 mit 7,3 %, VOX mit 5,2 % und ProSieben mit 5,0 % Zuschaueranteil. 

Zuschaueranteil 2017 in Prozent
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Bei Zurechnung der einzelnen Programme zu ihren „Senderfamilien“ (§26 RStV), dominieren drei große Veranstaltergruppen den deutschen Fernsehmarkt: 

Dies sind der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit einem Gesamtzuschaueranteil im Jahr 2016 von 45,2 %, die Mediengruppe RTL Deutschland mit 23,2 % und die ProSiebenSat.1 Media SE mit 18,9 % Zuschaueranteil. Auf die restlichen Sender entfiel ein Zuschaueranteil von insgesamt 12,7 %. 

Ermittlung der Zuschaueranteile durch die KEK

Die Zuschaueranteile sind ein wesentliches Indiz bei der Beurteilung vorherrschender Meinungsmacht (§ 26 RStV). Regelungen zur Ermittlung der Zuschaueranteile sind in § 27 RStV enthalten. Demnach sind die Zuschaueranteile unter Einbeziehung aller deutschsprachigen Programme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und des bundesweit empfangbaren privaten Rundfunks mit Hilfe von repräsentativen Erhebungen bei Zuschauern ab Vollendung des dritten Lebensjahres nach allgemein anerkannten wissenschaftlichen Methoden zu ermitteln.

Die KEK ist für die Ermittlung der den Unternehmen jeweils zurechenbaren Zuschaueranteile zuständig (§ 36 Abs. 4 RStV). Dafür verwendet die KEK gemäß der Übergangsbestimmung des § 34 Satz 1 RStV vor allem die von der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) in Kooperation mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhobenen und veröffentlichten Zuschaueranteile (Sehdaueranteile, Marktanteile; Basis: Zuschauer ab drei Jahren).

Stand: Juni 2016